Karl McGuffin

Nachdem Karl McGuffin selbst einfach die besten Texte schreibt, wollen wir Euch das nicht vorenthalten. Davon mal abgesehen, trifft sein Text den sprichwörtlichen Nagel ziemlich straight auf den Kopf 😉 Viel Spaß damit:

Oh Gott – was bitte? Echt jetzt?! “lo-fi bayou riot muzick”? Geht’s noch?

Aber so isses. Das ist, was Karl Mc Guffin macht. Ein Mann, eine Stimme + Gitarre, ein wenig Fußstampfen hier und da, und der Wahn bricht sich Bahn – Schepper-Reso-Git rin in’n Amp, ein lieblich Stimmchen oben druff und ab geht die Post … fröhlich wummert die Bude. Wat isset schön.

Stampede beim Publikum? Keinesfalls ausgeschlossen bzw. sogar erwünscht. Ein Set abrocken und gut oder solln’s lieber paar kleinere über den Abend sein? Vieles ist denkbar, mcGuffin ist flexibel. Riesen-Venue oder besser im heimeligen Wohnzimmer? Kein Ding – McGuffin bespielt alles volle Pulle. Und wird keine Ruhe geben damit!

Bandmitglieder:
  • Karl McGuffin – Guitar/Vocals

“Hilfsmusiker” et al.

  • Asechiah Ward – kaputte Kickdrum und ein rostiger 10″ Kochtopf
  • Snake Plissken – “Tamb-yoh-rine & all things rattlin'”
  • Obed “Cpt.” Marsh – backing Vocals
  • Zebulon “Old Zeb” Whateley – Rec/Mix/PA-Krams
  • M. “Sumpfblechner” H. – spirituelles Coaching

Zumindest Ende 2020 im Studio waren die Vorgenannten anwesend, finden sich aber allerseltenst bei Auftritten, weil meist wieder mal nicht verfügbar.

Oder in “etwas modernerem Jargon” – derzeitiger Status:

  • Asechiah – in U-Haft (schon wieder!)
  • Snake – Aufenthaltsort unbekannt
  • Obed – vermutlich in seiner Hütte im “Toter-Mann-Bayou”; die letzte bekannte
    Nachricht von ihm war ein an eine Mangrovenwurzel gepinnter Zettel, auf
    dem in krakeliger Schrift stand, er sei “nun erstmal raus”.
Nicht löschen oder bearbeiten
Equipment
  • Resonator-Gitarre, die ihm gute, mitleidige Menschen elektrifiziert haben
  • Akkustik-Gitarre
  • Ein Haufen bunter Boden-Treter, die ihm irgend einer gegeben hat. Aber, ach Mann: die
    Dingers sehen aus, als hätten sie 100 Jahre im Schlamm vor sich hingefault – sprich: kein Mensch kann mehr lesen, was da drauf steht. Von daher: genaue Funktion des jeweiligen Teils unklar, aber zumindest die Mehrheit tut noch irgendwie. Macht aber alles nix, klingt ganz gut, auch wenn mcGuffin die genaue Funktion vom einen oder anderen immer noch nicht durchschaut hat. Nur soviel noch: wenn man auf Manche unbedacht drauftritt, dann pfeift’s…
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Karl mcGuffin macht:

Nun – ganz einfach – die Musik, die seinen bescheidenen Fähigkeiten entspricht. Siehe auch ausführlicher im Bandinfo auf seiner Heimseite: ein bedauerlicher historischer Zwischenfall (manche sagen, er hat seitdem “nen Hau weg”…) ließ seinen Denkapparat mindestens teilversehrt zurück, d.h. mcGuffin muss sich auf das Wenige beschränken, das in seinem Stammhirn an “musikalischen Fähigkeiten” überlebt hat.

2- und 4/4-Takte sind möglich, “krummeres Zeug” aber eigentlich nur dann, wenn er sich gerade verspielt (manche nennen es die “Wirr-tuosen Momente des mcGuffin”).

Andererseits – aufgemerkt: “an stumpfen 2/4 Takten ist nichts Ehrenrühriges”. Und mit selbigen hat mcGuffin schon so Einigen Vergnügen bereitet.

Davon abgesehen – wollte er irgendwas anderes – arm wär’ er dran: dieser Mann KANN NICHT “moderne” Musik machen – er hat KEINE AHNUNG, wie das geht.

Ist aber nicht schlimm – er spielt eh die Musik, die er gerne hören würde:
“Rock’n Roll with a swamp attitude!”
“Lo-fi bayou riot muzick!”
“Yow!”
McGuffin macht sein Ding.
Punkt.

Aktuelles Album: “Gimme Swamp Or Gimme Death”

Recht schmissig, dreckig und direkt isses geworden, nur das Nötigste dabei, nah dran an dem, was der gute mcGuffin live aufbietet. Nix high-end-Produktion, ach ist doch egal – “lo-fi swamp-vibes, dude!” – darum geht’s. Filigrane Feinheiten sucht man vergeblich.

Insofern:
“Was? Clipping bei 03:21”? Möglich. Nebengeräusche hier und da? Yep.
Die Höhenoderwasweißichzudumpfoderzugrell?! Jaa-haa, is so … und GENAU SO richtig! …und schon klar, ja der gute Asechiah war mit seiner Kickdrum eventuell nicht allzeit auf der Höhe – aber wie sagt schon Großmeister Saruman: “das kommt von seinem maßlosen Verzehr von Pilzen, der seine Zähne gelb werden lässt …”. Die Beteiligten sind trotzdem allseits zufrieden damit. Und gelbe Zähne (wenn auch nur noch recht wenige insgesamt), die hat der Asechiah in der Tat – oooh ja: draußen im Bayou geht’s eben anders zu als in “Big Apple”: “we got different laws here in da’ swamp”.

Record-Deal? Fehlanzeige.
Fettes Management? Nee, wieder nix.

Offenbar wurde sein Auftreten bislang als derart unseriös empfunden, daß niemand, der “im Geschäft” ist, auch nur irgendwas mit ihm zu tun haben will. Sei’s drum – steht er ohnehin nicht so drauf, schmeißt er den Laden eben weiter als 1-Mann-Bude, und alles was unter “Merch” an den Start geht, bleiben wiederholte Kleinstauflagen, nix Masse, stattdessen jede ein wenig verschieden von ihrem Vorgänger, alles fein von Hand hingefummelt. Yessa! Macht Ihm nämlich Laune.

kalle@shitkicker.de
Karl McGuffin - Lo-Fi Bayou Riot Muzick
McGuffin Cover

Go Hobo Go

von Karl McGuffin (Aktuelles Album: Gimme Swamp Or Gimme Death)